Seite "Bogensport: Krafttraining" in der Rubrik "Bogensport & Training"
Für das Bogenschießen wird Kraft benötigt, der Bogenschütze sollte über genügend Kraft verfügen um den Bogen um ausgezogenen Zustand 45 Sekunden ohne Wackeln zu halten. Wenn der Bogenschütze dies nicht schafft, dann ist der Bogen zu stark und entweder der Bogenschütze betreibt gezielten Kraftaufbau oder das Zuggewicht muss entsprechend reduziert werden.
Kraft und Technik gehen einher, ohne genügend Kraft kann der Bogenschütze die notwendige Feinmotorik nicht ausüben und anwenden. Die Kraft trainiert der Bogenschütze in der Regel mit seinem Sportgerät, jedoch sollte der Bogenschütze darauf achten dass mindestens drei Mal pro Woche á ca. 100 Pfeile trainiert wird. Kraft kann schnell aufgebaut werden, Kraft geht aber ohne Training auch wieder schnell verloren.
Der Bogenschütze sollte in seinem Trainingsplan mindestens wöchentlich eine Krafteinheit einplanen. Das Krafttraining wird stets zum Ende einer Trainingseinheit eingelegt, beim Bogensport führt zu Beginn der Traingingseinheit der Bogenschütze ein Bewegungsablauftraining und Elementetraining durch um die frische Kraft zu nutzen um den Bewegungsablauf zu verbessern. Wenn mit fortschreitendem Training die Muskeln schwächer werden und man den Bewegungsablauf nicht weiter verbessern kann, wechselt man zu den unten dargestellten Kraftübungen, am Ende der Kraftübung sollten unbedingt noch zwei weitere Passen Bewegungsablauftraining auf kurze Entfernung durchgeführt werden. Die Kraftübungen sind notwendig, jedoch beeinflussen die Kraftübungen den bereits erlernten Bewegungsablauf negativ, dem kann man mit zwei sauberen Passen am Trainingsende auf kurze Entfernung entgegen wirken.
Muskeln benötigen zum Wachstum Ruhe und gute Ernährung. Einer Krafteinheit sollte unbedingt ein oder besser zwei Ruhetage folgen damit der Muskel sich erholen kann. Für eine vollständige Genesung benötigen die Muskeln in der Regel ca. 1Woche, daher ist eine Krafteinheit pro Woche in der Regel ausreichend um die Kraft der Muskeln auch steigern zu können. Natürlich ist die Häufigkeit des Krafttrainings auch Abhängig vom Trainingsziel des Bogenschützen, wenn das Ziel des Bogenschützen stärkere Wurfarme sind, oder der Bogenschütze nach einer längeren Pause zurück kehrt, sind Kraftübungen wichtig und nehmen einen größeren Anteil des Trainings ein.
Zum Bogenschießen gehört auch ein Ausdauertraining das zwei mal pro Woche ausgeführt wird. Zwei mal 45 min laufen pro Woche stärkt die allgemeine Ausdauer und somit auch die Leistung beim Krafttraining, die allgemeine Kondition, die Feinmotorik und das Bogenschießen im allgemeinen. Auch Übungen die für die Hand-Auge Koordination gut sind, z. B. Tischtennis spielen verbessern die Fähigkeiten des Bogenschützen und damit mittelfristig und langfristig auch das Schießergebnis.
Zum Abschluss von Kraftübungen unbedingt Koordinationsübungen durchführen. Hier rechts ist zu sehen, wie diese Übungen mit dem Theraband auf einem Luftkissen ausgeführt werden können. 3x4 Passen mit dem Theraband mit der linken und dann mit der rechten Hand ausgeführt, bringen dem Bogenschützen das durch das Krafttraining verlorene Schießgefühl wieder zurück.

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Spezielles Krafttraining im Bogensport
Beim Bogenschießen werden Muskelgruppen benötigt, die sich mit anderen Übungen nur eingeschränkt trainieren lassen. Mit speziellen Übungen zusammen mit dem Bogen lassen sich die gewünschten Muskelgruppen trainieren, diese Übungen werden als spezielles Krafttraining bezeichnet, hier sind einige Übungen aufgeführt:
Wenn der Bogenschütze den Punkt 1 und 2 in einer Trainingseinheit ausführt sind 60 Pfeile geschossen die den Körper und die Muskeln intensiv trainieren. Anschließend ist dringend empfohlen intensive Koordinationsübungen durchzuführen um die durch das Krafttraining verloren gegangene Beweglichkeit zurück zu gewinnen. Dies kann z. B. mit Therabandübungen durchgeführt werden, in dem der Bogenschütze 4 x 3 Schüsse mit dem Theraband ausführt.

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Zuggewichtssteigerung mit Gummiband. Hier Aufnahme vom Kaderlehrgang Oktober 2011 mit Camilo Mayr und dem Bundestrainer.