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Compound: Grundeinstellung

Compound: Grundeinstellung


Jeder Bogenschütze hat seine individuellen Augenabstand und Auszugslänge. Der Compoundbogen muss individuell auf die Größe des Bogenschützen angepasst werden, hierzu muss die Sehnenlänge und die Position des Peeps ermittelt werden. Dies sollte von einem Fachmann gemacht werden und kann sicherlich nicht in einem Selbststudium durchgeführt werden. Dieser Part ist sehr wichtig - ist die Auszugslänge zu kurz oder zu lang, wird der Compoundschütze niemals den idealen Stand erreichen und dieser ist sehr wichtig.


Wenn die Auszuglänge nicht stimmt, kann man unmöglich mit einem Compoundbogen die korrekte Schießhaltung einnehmen, und ohne die korrekt Schießhaltung wird man in dem harten Duell gegen die anderen Compoundschützen nur schwer bestehen können.


Im vollen Auszug sollte die Sehne nicht weiter als zum Mundwinkel / Nasenspitze gezogen werden (siehe Bilder).


Die Auszuglänge ist häufig 1,5 - 2 Zoll kürzer als beim Recurvebogen, da der Bogenschütze mit einem Release schießt, das verkürzt die effektive Auszuglänge. Gleiches gilt für das Loop, in dem das Release eingehakt wird, mit der Länge des Loops kann die Sehnenlänge optimiert eingestellt werden. Das Loop sollte jedoch nicht größer als 2,5 cm werden damit das Loop beim Abschuss nicht den Pfeil trifft. Im Geschäft muss die Auszugslänge ermittelt werden, dann muss die Sehnenlänge auf die korrekte persönliche Auszuglänge abgestimmt werden und die Feinjustierung des Peep erfolgen. Wer einen Compound z. B. bei ebay kauft und diese Einstellungen NICHT vom Fachmann (ein Fachmann ist auch ein erfahrener Compoundschütze oder ein Trainer) durchführen lässt, wird nicht den rechten Spaß an dem Bogen entwickeln können.

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Der Compound wird vom Werk aus mit einer guten Grundeinstellung geliefert, die von einem Einsteiger nicht verändert werden muss. Bei der Grundeinstellung wird die Pfeilauflage so eingestellt, dass der Pfeil in einer Linie zur Sehne zeigt, der Compound wird also als „Centershoot“ geschossen, anders der Recurve, bei dem der Pfeil etwas vom Mittelteil wegzeigen soll. Der Nockpunkt wird so gesetzt, dass der Pfeil einen rechten Winkel zur Höhe der Pfeilauflage zur Sehne bildet. Der Compound wird in der Grundeinstellung mit einem Tiller von Null geschossen.

Compound Anker
Compound Ankern

Die Wasserwaage muss mithilfe einer zweiten Wasserwaage ausgerichtet werden. Hierfür wird die zweite Wasserwaage an der Sehne befestigt. Dies ist sehr wichtig, da sonst die Wasserwaage anzeigt ob das Visier gerade gehalten wird, jedoch der Compoundbogen dennoch schief sein kann!




Es ist üblich, dass der Bogenschütze in den ersten Wochen noch die Haltung und damit auch die Auszugslänge ändert. Daher sollte ein Neueinstiger niemals alleine mit dem Compound schießen, eventuell muss die Auszugslänge oder das Peep noch ein wenig nachjustiert werden und dafür benötigt der Bogenschütze externe Hilfe. Häufig eignet man sich auch schnell einen Haltungsfehler an. Daher ist gerade für den Compoundbogen die dringende Empfehlung, stets im Verein mit einem erfahrenen Trainer oder zumindest einem erfahrenen Compoundschützen zu schießen.

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