Seite "WA: Ringe zählen" in der Rubrik "WA (FITA) - Bogenschießen"
Das Bogenschießen nach dem WA-Reglement (früher FITA) im Freien und in der Halle findet auf die "bunte" Zielauflage statt. Die WA-Zielauflage unterteilt sich in 10 Ringe und den Farben Gold, Rot, Blau, Schwarz und Weiß. Jede Farbe unterteilt sich in zwei Ringe; trifft ein Bogenschütze mit dem Pfeil das Gold, dann erhält er 9 oder 10 Punkte für diesen Schuss gutgeschrieben. Bei Rot sind es 7 oder 8 Punkte und bei Blau 5 oder 6 Punkte. Gleiches gilt für Schwarz und Weiß. Die Mitte ist zusätzlich mit einem X gekennzeichnet. Das X ist auch 10 Punkte wert, jedoch wird dann das X auf dem Schießzettel notiert. Im Fall eines Punktegleichstandes von zwei Bogenschützen entscheiden dann die Anzahl der getroffenen X über die höhere Platzierung.
Nach jeder Passe gehen die Bogenschützen zur Zielscheibe und nehmen dort gemeinsam die Trefferaufnahme vor. Bei den kurzen Distanzen bis einschließlich 50 m werden für jede Passe 3 Pfeile geschossen. Ab 60 m spricht man beim Bogenschießen von den langen Distanzen, bei denen pro Passe 6 Pfeile geschossen werden.
Die Regeln für das Zählen der Pfeile sind sehr einfach, es gibt nur wenige Dinge die der Bogenschütze für ein Bogenturnier wissen muss. Auch wenn es von Vorteil ist, die komplette Sportordnung zu kennen, muss der Bogenschütze für seine ersten Schritte nur die hier beschriebenen Regeln kennen.

WA: Ringe zählen auf der Zielauflage
Oben ist eine WA - Zielauflage abgebildet, wie sie in unterschiedlichen Größen für die jeweilige Distanz verwendet wird. Alle WA - Zielauflage für WA im Freien und WA Halle haben die bunten Farben. Bei der Trefferaufnahme wird die Position der Spitze in der Zielauflage notiert und die entsprechenden Punkte auf dem Schießzettel notiert (Beispiel rechts abgebildet).
In der Regel sind auf jeder Scheibe vier Bogenschützen eingeteilt. Der Ablauf eines WA - Turniers schreibt A/B und C/D - Schützen vor. Es müssen immer mindestens zwei Schützen auf eine Scheibe schießen und gleichzeitig auf jeweils einem Schießzettel die Treffer notieren. Üblicherweise vergleichen die "Schreiber" (die Bogenschützen, die zurzeit die Trefferaufnahme notieren) nach jedem Durchgang die Summen, um so Notationsfehler und Rechenfehler frühzeitig zu erkennen.
Es ist VERBOTEN, eine geschrieben Zahl zu ändern. Während der Trefferaufnahme dürfen die Zielscheibe und die Pfeile nicht berührt werden. Sollte sich ein "Schreiber" verschrieben haben, oder sollte Uneinigkeit über die Wertung eines Pfeils existieren, so wird der Kampfrichter hinzugezogen. Der Kampfrichter entscheidet über die Wertung des Pfeils endgültig. Bei einem falsch notierten Wert, berichtigt der Kampfrichter mit roter Farbe und Namenszeichen den Schießzettel.
Dies ist wichtig, da die Schießzettel die eventuelle Rekorde oder Sternabzeichen abgegeben werden sollen, keine handschriftlichen Änderungen enthalten dürfen. Sonst werden die Schießzettel nicht für das Sternabzeichen oder den Rekord anerkannt. Auch wenn man selber nicht die Absicht hat, ein Sternabzeichen zu erlangen, so möchte vielleicht der Scheibenkollege seinen Schießzettel für einen Stern einreichen.
Es ist gute Sitte, dass im zweiten Durchgang die anderen beiden Bogenschützen als Schreiber fungieren. Es gibt aber keine Vorschrift, die das regelt.


