Der Langstrecken - Pfeil muss große Distanzen überwinden, hierbei ist der Pfeil eine längere Zeit dem Wind ausgesetzt. Um diese störenden Einflüsse zu minimieren kommt es darauf an, dass die Pfeilgeschwindigkeit möglichst hoch ist damit daraus eine flache Flugbahn entsteht und der Pfeil möglichst früh im Ziel auftrifft.
Ein guter Langstreckenpfeil hat daher einen möglichst geringen Luftwiederstand und ist sehr leicht, dies wird wie folgt erreicht:
Der Langstreckenpfeil kann natürlich auch auf kürzere Distanzen geschossen werden. Dies trifft für den Hallenpfeil in der Regel nicht zu. Ein dicker Hallenpfeil mit großer Befiederung schluckt sehr viel Energie und der "Alltagsschütze" wird damit nur sehr schwer die 70m - Grenze erreichen können.
Bei einem Langstreckenpfeil ist die Abstimmung besonders wichtig. Wer sich der Herausforderung 70m oder gar 90 m zu schießen stellen möchte, sollte sich daher auch eingehend mit Materialkunde beschäftigen, damit der Bogenschütze sein persönliches Feintunging durchführen kann.
In einen guten Langstreckenpfeil investiert der Bogenschütze sehr viel Zeit um über den Bergertest die korrekte Höhe des Nokpunktes, den Tiller und natürlich die Standhöhe und die Button - Einstellung zu ermitteln. Daher sind die so ermittelten Werte sehr wertvoll und sollten vom Bogenschützen in seinem Schießbuch auch sehr genau ermittelt werden.
Gerade bei den Langstreckenpfeilen spielt das verwendete Material eine große Rolle. Wer ernsthaften Turniersport betreiben möchte, sollte die bekannt guten Langstreckenpfeile Navigator, ACE, X10 oder Nano einsetzen. Der Preis für einen Langstreckenpfeil beginnt ab 20 Euro pro Pfeil und vor allem die ersten Schüsse auf die großen Distanzen sind sicherlich verlustreich. Daher sollte man auch die Erfahrung eines langjährigen Bogenschützen oder noch besser eines Trainers suchen, wenn man sich den Herausforderungen der Langstrecke stellen möchte. Die Kosten für die Pfeile können im Rahmen gehalten werden und das Schießergebnis wird deutlich besser werden. Alleine im Selbststudium sind solche Erfolge erheblich teurer und benötigen auch viel mehr Zeit.
Bis zur 50 m - Marke spricht der Bogenschütze von der Nahdistanz und schießt maximal drei Pfeile auf das gleiche Ziel. Die 60m (Frauen und Jugend), 70m und die 90m gehören zur Langstrecke (6 Pfeile auf das gleiche Ziel) und führen zu einer deutlich höheren Flugbahn und der Wind spielt nun eine Rolle. Den Wind merkt der Schütze bis 50m in der Regel nicht (außer es stürmt).
Wer sich an die Langstrecke heran traut, sollte über ein Zuggewicht von mindestens 30 lbs auf dem Finger verfügen. Ist das Zuggewicht geringer, lässt sich kein richtiger Langstreckenpfeil herstellen der auch Turniertauglich ist. Natürlich kann man auch mit geringerem Zuggewicht auf 70 m kommen, aber man kann wohl schwerlich die Ergebnisse erreichen die von den Konkurenten mit höherem Zuggewicht und besseren Langstreckenpfeilen geschossen werden.
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Wer FITA im Freien schießen möchte benötigt hierfür einen optimierten Pfeil. Gleiches gilt für die Sternturniere. Wenn es darum geht, auf 70 m oder gar auf 90 m gut zu treffen benötigt man einen Pfeil von guter Qualität und möglichst flacher Flugbahn. Bogenschützen die ein hohes Zuggewicht auf dem Finger haben, können hier enorme Vorteile gegenüber Bogenschützen mit niedrigem Zuggewicht erhalten. Da sich Fehler im Schießstil und im Material auf den großen Entfernungen besonders deutlich bemerkbar machen, benötigt der Bogenschütze für gute Ergebnisse einen optimierten Langstreckenpfeil.
Wer diese Mindestforderung nicht erfüllen kann, der sollte nicht den Fehler begehen und sich mit Zuggewichten rumquälen die er nicht ziehen kann. Der Bogensport ist sehr vielseitig, es gibt auch viele 30 m - Turniere oder das Feldbogenschießen, bei dem die Durchschnittsweite deutlich geringer ist. Es muss nicht immer ein 70 m - Turnier oder gar ein FITA - Sternturnier sein.
Wer hingegen 70 m oder FITA - Sternturniere liebt, der muss trainieren und Ausdauerkraft entwickeln, so dass ein möglichst hohes Zuggewicht auf dem Finger sauber und locker ziehen kann. Bei den Damen kann man mit 36 lbs auf dem Finger gute Ergebnisse erzielen. Bei den Männern ist das Zuggewicht von 40 lbs auf dem Finger empfohlen. Wer natürlich 46 lbs ziehen kann, der kann durch die flachere Flugkurve und die damit geringere Windanfälligkeit auch bessere Ergebnisse erzielen. Häufig wird das Zuggewicht vom Schützen zu hoch gewählt, bei einem Sternturnier müssen 144 Pfeile sauber geschossen werden. In der Praxis ist das Ergebnis mit etwas weniger Zuggewicht auf dem Finger besser.
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